Wie entstehen Stress und Burnout

Häufig werden Stress und Burnout im selben Atemzug genannt: „Wer unter zu starkem Stress steht, der bekommt früher oder später ein Burnout.“ Aber ist das wirklich so? Gilt es zur Vermeidung eines Burnouts einfach nur sein Stress-Level zu reduzieren bzw. Stress gar komplett zu vermeiden? Und kann man das überhaupt so einfach?

Jeder Mensch erlebt Stress auf seine Weise

 

Fakt ist, Stress bedeutet für jeden von uns etwas anderes. Stress ist vollkommen subjektiv. Für den einen mag es ein Auslöser von Stress zu sein, wenn er besonders viel Arbeit zu erledigen hat, wenn er (oder sie) unter Zeitruck steht, wenn Termine näher rücken oder einfach zu viele Aufgaben in zu kurzer Zeit zu erledigen sind.

Was einen sonst noch stressen kann? Diskussionen mit dem Partner, gesundheitliche Probleme, in der Warteschlange im Supermarkt stehen, Präsentationen halten, sich unangenehm beobachtet fühlen, am Bahnhof auf den Zug warten, Konflikte mit dem Chef, den Kindern, der Schwiegermutter und so weiter und so fort. Was den einen stresst, muss den anderen noch lange nicht stressen. Stress wird individuell wahrgenommen.

„Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“ (Buddha)

 

Burnout Prävention

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Was all diese Situationen miteinander gemein haben: Stress entsteht, wenn wir uns einer Situation hilflos ausgeliefert fühlen. Je größer das Gefühl der eigenen Hilflosigkeit ist, desto stärker ist der wahrgenommene Stress. Wir fühlen uns der Situation nicht gewachsen – wieso auch immer. Entweder fehlen uns die Kompetenzen, wir denken uns würden die Kompetenzen fehlen oder unser Energie-Level ist einfach zu niedrig, um die Situation zu meistern. Wenn wir unter Stress geraten, dann läuft etwas nicht so wie wir das wollen.

Kommt ein Burnout von zu viel Stress?

Häufig wird ein Burnout oder Tendenzen zu einem Burnout mit einer starken Überlastung gleichgesetzt. Diese Überlastung endet in einer ausgeprägten Erschöpfung. Klingt logisch, oder? Klar, wer sich fortlaufend übernimmt, wird sich früher oder später erschöpfen. Aber wie sollte dann die daraus resultierende Handlungsaufforderung lauten? „Sorge für weniger Stress, dann wirst Du kein Burnout bekommen.“? Damit wäre wohl niemandem geholfen.

Warum kommt es zu einer Erschöpfung?

 

Um Stress und Burnout zu verstehen, müssen wir tiefer einsteigen. Die entscheidenden Fragen zur nachhaltigen Verbesserung der eigenen Lebensqualität und zur Vermeidung von Stress müssen lauten: Woher kommt der Stress denn eigentlich? Warum kommt es überhaupt zu einer Überlastung? Worüber hat sich ein Mensch denn genau erschöpft? Und warum hat er über Jahre über seine Grenzen gelebt und nichts daran geändert?

 

Burnout vermeiden

Burnout: Der meiste Stress tritt in Beziehungen auf.

 

Der Kern der Stressoren (der Auslöser von Stress) sitzt überwiegend in unseren Beziehungen – der meiste Stress tritt in Beziehungen auf. Als Menschen sind wir soziale Wesen, wir stehen ständig in einer Beziehung. Entweder zu uns selbst oder zu unserer Umwelt (Partnerschaft, Beruf, Familie, unterwegs in der Straßenbahn, beim Einkauf, beim Friseur, etc.). Und so stehen wir auch fortwährend zwischen eigenen Bedürfnissen, die befriedigt werden wollen, und äußeren Ansprüchen. Wir stehen zwischen dem, was von uns erwartet wird, dem was ist und dem, was wir uns wünschen. In diesem Spannungsfeld sitzt in vielen Fällen die Wurzel des Stress.

Mit Yoga und Meditationen gegen das Burnout?

 

Ein (beginnendes) Burnout ist nichts, was man mit reiner Willenskraft bezwingen können. Ein Burnout können wir nicht allein mit Meditationen, Yoga und täglichen Jogging-Einheiten abwenden. Klar, das kann enorm dabei helfen, den akuten Stress zu senken und findet daher auch in unserem FeelGood™ Wochenprogramm seine Anwendung. Dennoch ist es sehr wichtig zu verstehen, dass die Prävention eines Burnouts zu einem Großteil mit etwas anderem zusammen hängt: Der emotionalen Ebene.

Bei den meisten unserer Teilnehmer, ist es im Ursprung nicht die Alltags- oder Arbeitsüberlastung, die für ein enormes Ausmaß an Stress sorgt, sondern es sind ursächlich (ungelöste) Konflikte auf emotionaler Ebene: Konfliktgeladene Beziehungen zum Umfeld und/oder eine fehlende Beziehung zu sich selbst. Es können Schwierigkeiten in der Partnerschaft, wenige oder nur oberflächliche soziale Kontakte, Konflikte im Beruf, eine starke Diskrepanz zwischen dem, was von einem erwartet wird und dem was man tut und insbesondere eine mangelnde Selbstreflexion sein. Mit sich selbst im Gespräch zu sein und zu bleiben, ist die wohl wichtigste Eigenschaft in der nachhaltigen Burnout- und Stressprävention.

 

Burnout was tun

Burnout: Meditationen können ein Teil der Lösung sein – aber niemals alleiniges Mittel bei der Burnout Prävention.

 

Aber was heißt das eigentlich? Wie bin ich im Gespräch mit mir selbst? Wie kann ich für bessere Beziehungen zu meinem Umfeld sorgen? Und wie kann durch schlechte Beziehungen ein Burnout entstehen?

Der Schlüssel zur Prävention von Burnout und Stress?

Wann ist eine Beziehung eine gute Beziehung? Die Antwort ist kurz, knapp und einfach: Wenn die Kommunikation stimmt. In einer guten Beziehung wird richtig kommuniziertRichtig kommunizieren bedeutet, dass wir einen Dialog führen. Einen Dialog, der davon geprägt ist, dass wir Gespräche anders verlassen, als wir sie begonnen haben. Es geht um Gespräche, die etwas bewirken. Seien es neue Gefühle, Gedanken, Ideen oder ähnliches. Es sind Gespräche auf Augenhöhe. Es sind keine Monologe.

Kann eine angespannte Partnerschaft für ein Burnout sorgen?

 

Beispiel Partnerschaft. Die größte Herausforderung für eine funktionierende Partnerschaft ist der Alltag. Wenn eine Partnerschaft langfristig funktionieren soll, dann muss man richtig kommunizieren. Das bedeutet, miteinander zu leben und zu erleben, im ernsthaften Austausch zu stehen, Probleme und Gedanken zu teilen, sich auf Augenhöhe zu begegnen, sich seinem Gegenüber anzunehmen und nicht zu monologisieren. Letzteres führt auf Dauer zu einem Leben nebeneinander und nicht miteinander. Es führt dazu, dass man zueinander, aber nicht mehr miteinander redet. Das mag einige Zeit lang unbemerkt bleiben, doch über kurz oder lang stellt man häufig resignierend fest, dass man sich nichts mehr zu sagen hat.

 

Burnout Entstehung

Burnout: Es ist nicht immer der Job „schuld“ – oft ist ein Burnout eine Frage von nicht (mehr) funktionierenden Beziehungen.

 

Der Dialog ist die Grundlage einer langfristig funktionierenden und glücklichen Partnerschaft. Spoiler am Rande: Das Thema Partnerschaft wird (u.a.) intensiv in der ersten Woche des FeelGood™ Wochenprogramms behandelt.

Kommunikation mit sich selbst

 

Genauso ist es mit dem Dialog mit sich selbst. Wer nicht mehr mit sich selbst im Gespräch ist, hat die Basis dafür verloren, Konflikte zu lösen und Stress bewältigen zu können. Wer nicht ausreichend reflektiert, sondern nur noch funktioniert, der legt den Grundstein für den Weg in ein Burnout. Wer sich nicht mit seinen Gefühlen auseinander setzt, Gefühle von Angst, Verletzung, Wut, Traurigkeit und Enttäuschung ignoriert, zu viel herunterschluckt und nicht im Gespräch bleibt, wer das „Regime mit sich selbst“ nicht hinreichend hinterfragt, wer nicht dafür sorgt, dass Verstand und Gefühl im Gleichgewicht sind und gleichermaßen Ausdruck finden, wer zu rational und zu wenig emotional handelt, wer sich zurückzieht, Konflikte vermeidet und sich kein Ventil sucht, der läuft große Gefahr auszubrennen.

So funktioniert Burnout-Prävention?

Burnout und Stress bedeuten nicht zwangsläufig, dass ich „einfach mal wieder runterkommen“ muss. Stress und Burnout entstehen häufig deutlich tiefer. Daher ist es wichtig, den Dialog mit sich selbst kontinuierlich zu pflegen, sein Leben zu reflektieren und auch Gefühle zuzulassen. Selbst dann, wenn Du Dich eigentlich als einen sehr rationalen Menschen bezeichnen würdest. Verstand ist nicht alles – erst recht dann nicht, wenn es um die Vermeidung von Stress und die Prävention einer Burnout-Erkrankung geht.

Mit dem Burnout FeelGood™ Coaching gegen Stress & Burnout

 

In unserem Burnout Wochenprogramm haben wir uns daher für eine Kombination aus verschiedenen Elementen entschieden, die Dir dabei helfen werden, entspannter zu werden, Dich selbst besser zu verstehen und Veränderungen in Deinem Leben herbeizuführen. Zum einen setzen wir auf einen Mix aus Achtsamkeitsübungen und Meditationen, um Dein Kortisol-Level nachhaltig zu reduzieren.

 

Burnout Test

Burnout Test: Erfahre in wenigen Minuten, ob Du gefährdet bist oder nicht.

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Eine Anmerkung hierzu: Achtsamkeit und Meditation hat bei uns nichts, aber auch wirklich gar nichts mit Esoterik zu tun. Wir brauchen weder Räucherstäbchen, Yogamatten, Klangschalen, noch Buddha-Figuren dafür. Meditation ist ein in hunderten wissenschaftlichen Studien belegtes Phänomen, um nachhaltige Veränderungen in unserem Gehirn zu bewirken. Sie macht uns gelassener, lässt uns unsere Akkus aufladen und sorgt für einen besseren Umgang mit Alltagsproblemen. Sie ist dazu im Stande ein Ventil zu schaffen, wo vorher häufig keines zu finden war. Was wir damit sagen wollen: Gib dem Ganzen eine Chance.

Interaktive Übungen, Worksheets und therapeutisches Coaching

 

Zum anderen nehmen wir in unserem Wochenprogramm in jeder Woche einen Lebensbereich (Partnerschaft, Beruf, Gesundheit, etc.) genauer unter die Lupe und werden diesen mit Hilfe von interaktiven Übungen und Worksheets, die unsere Burnout Coaches zu diesem Zweck entwickelt haben, detailliert reflektieren. Diese Übungen und Worksheets werden Dir dabei helfen, mit Dir selbst in den Dialog zu kommen, über Dich selbst zu lernen, Deine Situation zu hinterfragen und handlungsfähiger zu werden.

Die Worksheets werden keine einfachen Fragen stellen, sie werden Fragen stellen, die das Zeug dazu haben, Dich weiterzubringen. Nicht alles wird angenehm sein und nicht alles wirst Du aus dem Stegreif beantworten können. Das ist auch überhaupt nicht gewollt. Nimm Dir die Zeit dazu, die Du brauchst. Wir wünschen Dir tolle Erkenntnisse, Ruhe, Kraft und natürlich – und nicht zuletzt – auch ein wenig Spaß beim FeelGood™ Coaching. Packen wir den Stress gemeinsam an der Wurzel.

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